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Einfacher selbstbau Verteiler ohne Spezialwerkzeug kein Kunststoffschweißen nötig
#1
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Ich könnte mir vorstellen, dass für viele Interessente Kunststoffschweißen eine hohe Hürde bedeutet sowie auch das selbst entworfen Verteiler-Schweißgerät. Hierzu habe ich eine einfach herzustellende Verteiler Version 2 entwickelt. (Siehe auch PDF-Dokument mit Zeichnungen)



Die EPDM-Folie lässt sich in beliebige Zuschnitten in Web / Baubedarf erwerben. Als Klebeband empfehle ich Klebebänder welche im Innenausbau zur Verklebung von Dampfbremsen Verwendung findet z.B. SIGA. Gute Erfahrungen habe ich mit  TESCON NO1 von pro clima gemacht, da es sehr elastisch ist.



Die EPDM Manschetten lassen sich einfach mit dem Messer oder einer Schere zuscheiden. Außen ein Quadrat, innnen ein Kreis, deutlich kleiner als das Flanschrohr, so ergibtsich ein Kragen beim Durchschieben des Rohres.



Auch das Basisrohr der lässt sich ohne schweißen, aus einer dünnen PP Platte, herstellen. Einfach rund biegen mit Blindnieten fixieren und mit dem Klebeband abdichten.



Wichtig beim Verkleben mit dem Klebeband:

1. Länge zuscheiden

2. Ein wenig des unteren Schutzpapieres abziehen ca. 1-2 cm

3. Klebeband ansetzen

4. Schutzpapier ca. 90° zur Klebebandrichtung seitlich herausführen

5. Schutzpapier Sück für Stück weiter herausziehen und immer wieder das Klebeband andrücken





Das CAD-Modell des Verteilers kann auch über das für Privatanwender freie Onshape genutzt / kopiert und dann verändert werden:



https://cad.onshape.com/documents/1b66b8...f980db109d



Bei Bedarf kann ich auch eine STEP-Datei bereitstellen



Viel Spaß beim Nachbau, denkt ans Tragen der Masken und bleibt alle gesund


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.pdf   Verteiler 2.2 Drawing 1.pdf (Größe: 966.22 KB / Downloads: 41)
.pdf   Verteiler 2.2 Drawing 2.pdf (Größe: 720.88 KB / Downloads: 32)
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#2
Hallo,
Eine step Datei wäre super kann ich eventuell für den 3d Druck verwenden 
Schon jetzt danke 
Gruß
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#3
Hallo,

Ich kann gerne eine STEP-Datei erstellen aber für diesen Bauvorschlag braucht es keine 3D-Drucker !!!! ;-)

Die Bauteile sind auch nicht für einen 3D-Drucker geeignet!
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#4
@privat22: Hast du eine Bezugsquelle für die EPDM Manschetten? Was ich bisher gefunden habe, treibt den Preis leider sehr stark in die Höhe.

Sorry... eben selbst fündig geworden: https://www.baunativ.de/product_info.php...gKTOPD_BwE

Vorher hatte ich Folien mit über 20 Euro Stückpreis bei 20cm x 20cm.

Ich werde übrigens probieren, den Stoß mit H-Profil zu realisieren. Das würde mit etwas Dichtmittel (Sikaflex?) eventuell auch die letzte Schweißnaht überflüssig machen.
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#5
Hallo Gerhard

Du kannst einfach Flaches EPDM Kaufen rechteckkig zuschneiden und in der Mitte ein Kreis aussschneiden, der etwas kleiner ist als der Durchmesser des zu verbindenden Rohres ca. 3-4 cm weniger sollten reichen. Der Kragen bildet sich dann beim Durchstecken des des Rohres aus und kann mit Klebeband fixiert werden.

Zu Thema EPDM Bezugsquelle hab ich die Folie schon einmal bei:

https://www.teichfolie-otte.de/EPDM-Teichfolie/ besorgt.

Bei der Dicke würde ich eher ca. 1mm wählen die sollte von der Stabilität locker reichen und lässt sich mit weniger Kraftaufwand dehnen.

Die Folie sollte ca. 10 -12 €/m² kosten. es gibt viele Anbieter im Internet. Es lohnt auch bei Anbietern von Dachfolien nach EPDM zu schauen. Das Materilal wird oft als Abdichtung unter begrüntern Dächern verwendet. Meines Erachten sind Formteile viel zu teuer und auch nicht erforderlich auf absolute Dichtheit kommt es ja bei einem Unterdrucksystem nicht an. Ein bisschen Nebenluft ist sicher kein Problem.

Viel Erfolg beim Bauen, wenn ich noch ein wenig Zeit habe bau ich nochmal eine Verbindung und mache ein paar Bilder. Dauert vielleich noch ein paar Tage. ich muss mal schauen, was ich noch an Resten habe Big Grin .

So der Michl aus Lönneberga war jetzt doch noch schnell in seinem Schuppen Big Grin 

Anbei ein paar Bilder, ich hoffe es wird verständlicher dadurch.

Die Manschette aus dem EPDM hat ein Loch das ca 2cm kleiner ist als das Rohr.
Das Rohr wird die Manschette durchgesteckt ruhig ein wenig weiter als zur gewünschten Endposition.
Dann wieder ein Stück zurück geschoben, so dass sich der Kragen auf die gewünschte andere Seite klappen kann.
Jetzt wird die Manschette in die gewünschte Endposition geschoben.
Ein Klebeband wird auf die erforderliche Länge geschnitten, dass das Ende nach dem Kleben den Anfang um ca. 1-2 cm überlappt.
Das Schutzpapier wird ein wenig gelöst und um 90° abgewinkelt.
Der Klebebandstreifen wird Stück für Stück um das Rohr und den Kragen der EPDM-Manschette gewickelt wobei das Schutzpapier immmer ein wenig weiter zu Seite herausgezogen wird.
Fertig!

Bei einigen EPDM Materialien (so weit ich weiß aus US-Fertigung) wird Talkum aufgebracht, damit sie beim Aufrollen nicht zsammenkleben. Das Talkum ist sorgfältig zu entfernen, damit das Klebeband gut hält. Abbürsten sollte reichen und ein Klebeversuch ist sich ratsam.

Viel Erfolg.


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#6
Danke für die detaillierte Beschreibung. Sieht sehr vielversprechend aus.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass man immer mehrere Ausgänge aus dem Verteiler in eine Richtung laufen lässt, um nicht am Ende die näher am Verteiler sitzenden Abzugshauben im Volumenstrom eindrosseln zu müssen? Ansonsten wäre ja die Verwendung von T-Stücken deutlich einfacher.
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#7
Jep, in der Beschreibung vom MPI hängen 4 Stück an einem Verteiler. Aber jeder Klassenraum ist anders. Ich denke dieses Bauprinzip lässt viele Möglikeiten zu.

Ich schätze mal, wenn die Lauflängen nicht deutlich unterschiedlich sind und die Querschnitte von Ansaugrohr und Verteiler gut gewählt sind braucht man keine Drosseln. Ich habe eine Idee für eine einfache Drossel. Das muss ich nur noch zu Papier / CAD bringen. Das Problem wird warscheinlich das Einregeln. Hierfür braucht man ein zu mindest ein Flügelrad-Anemometer mit entsprechenden Trichtern ca. 400 Euronen.

In der Bescheibung vom MPI findest Du auch noch folgendes:

"Zum pneumatischen Abgleich werden bei kurzeren Verbindungsrohren Lochscheiben aus Pappe o.ä. in die Rohre geklemmt. Für die Dimensionierung der Löcher dieser Scheiben planen wir eine Berechnungsmaske zu veröffentlichen, so dass man die passende Scheibe aus der jeweiligen Rohrleitungslänge und dem längsten Rohr berechnen kann."

Bezüglich deiner Idee mit dem H-Profile gibt es viellecht auch ein einfachere Lösung. Beide Enden überlappen mit Zwingen fixieren, Bohren, Vernieten und mit Klebeband abkleben.
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#8
Für erste Tests kann man die Verteiler ganz weglassen und HT-Rohrstücke direkt  ohne spezielle Hilfmittel an der PE-Folie anbringen.

Dazu
  1. ein etwa 50mm großes Loch (für 75er HT) in die PE-Folie schneiden
  2. ein abgesägtes und entgratetes Rohrstück unter das Loch legen
  3. mit beiden Händen die Folie gleichmäßig von oben gegen das Rohrstück drucken. Die Folie fängt dann an sich zu dehnen bis sie über das Rohr gleitet.
  4. Die Folie runter schieben und mit gutem Klebeband rundum verkleben.
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#9
(11-14-2020, 04:54 PM)Dr.Arbeitslos schrieb: Hallo,
Eine step Datei wäre super kann ich eventuell für den 3d Druck verwenden 
Schon jetzt danke 
Gruß
Leider darf ich STEP-Dateien nicht in dieses Forum stellen Huh 

Sorry
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#10
Zip geht
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