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Erfahrungen mit der Genehmigung durch den Schulträger?
#11
(11-27-2020, 06:20 PM)RAS schrieb: Hallo,
wir können die Verteiler, Anschluss-Kappen, Endkappen nach Vorlage vom Max-Planck-Institut herstellen.
Ebenso können wir das gesamte Material vorkonfektioniert oder aber auch als Versandeinheit liefern.
Ebenso ist es möglich Aufmass und Einleitung, samt Bauplan, zu realisieren.
Kontakt für Anfragen: www.schepp-verpackungen.de
Mail: r.schepp@schepp-verpackungen.de
Gruß
Rainer Schepp

Kosten für ein Klassenraum weit unter dem Beitrag vom Umweltbundesamt!

Hallo,

was hat das bitte mit dem Thema zu tun?

Man muss es mit der Werbung auch nicht übertreiben! Oder möchte die Fa.Schepp die Bauteile spenden? Wenn ja, dann gerne.

Meines Erachten sollte diese Werbung durch den Moderator unterbunden werden.
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#12
Hallo liebes Forum, die Idee der Hilfe zur Selbsthilfe finde ich großartig! Ganz vielen Dank dafür, dass sich hier konstruktiv um machbare Lösungen bemüht wird, anstatt zuzuschauen, abzuwarten und zu kritisieren!

Wir versuchen, der Schulleitung unserer Grund- und Mittelschule sowie dem Kostenträger (Gemeinde in Oberfranken) die Lüftungsanlage "schmackhaft" zu machen. Bisher noch relativ erfolglos. Mit an Bord sind ein Bauingenieur, ein Hygienefachmann, eine Naturwissenschaftlerin sowie ein Anwalt. 

Bisher wurden folgende Probleme ausgemacht:
Brandschutz - Reicht es zur Erfüllung der Auflagen, die Anlage bei Verlassen des Raumes auszuschalten?
Eignen sich die verbauten Teile für den öffentlichen Raum? Welche Auflagen gibt es?
Können die Fenster in den Zeiten, in denen niemand im Raum anwesend ist (nachts), geschlossen werden?
Muss die Anlage abgenommen werden? Wer haftet im Schadensfall?

Da wir in unserer Gegend (Hof/Saale) schon seit längerer Zeit sehr hohe Fallzahlen haben, viele Bildungseinrichtungen betroffen sind und wir zudem noch in einer recht kalten Region wohnen (Lüften), wäre die Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Verbesserung der Lufthygiene wirklich angebracht. Wir haben auch in Betracht gezogen, eine Elternumfrage zu starten, um die Sorgen der Eltern für die Schulleitung und den Kostenträger zu dokumentieren und deren Bereitschaft zur Mithilfe bei der Umsetzung der Anlage zu erfragen. Zudem könnte auch Kontakt zum Landrat aufgebaut werden. 

Hat jemand hierzu schon Erfahrungen gesammelt oder Tipps, wie wir die Probleme angehen können?

Vielen Dank schon jetzt und viele Grüße
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#13
Hallo,

die Rückmeldungen die wir von Brandschutz Sachverständigen haben waren bisher alle positiv. Ich kläre nochmal ob wir da Dokumente bereitstellen können.
Das Hauptaugenmerk der Leute war weniger die Brandlast, weil unproblematisches Material (PP und PE) und insgesamt wenig Masse (10-20 kg) pro Anlage. Sondern vielmehr war die Sorge, dass es im Falle eines Brandes, wegen der Anlage, ein Ausbreitung des Feuers/Rauchs über die Lüfteröffnung von einem Raum in einen anderen Raum, typischerweise den darüberliegenden, geben kann.
Das Risiko wird aus unserer Sicht umgangen, wenn die Zuluftöffnung (typischerweise irgendwo am Rand der Fensterfront) und die Abluftöffnung (relativ mittig) von übereinanderliegenden Räumen nicht übereinanderliegen.

Die Materialen sind einfaches PP und PE aus den auch Stühle und Tüten und Ranzen und ... gemacht werden.

Je nach Art des Fensteranschlusses zum Lüfter können alle Fenster im Raum weiterhin normal auf und zu gemacht werden, also auch bei nicht Benutzung des Raums geschlossen sein.

Die Haftung trägt soweit ich weiß der Bauträger mit dem sollte alles abgesprochen sein. Wobei bei uns der Einbau der Testsysteme von den Schulleitern unterstütz wurde. Denn es bietet sich an ein-zwei Testräume auszustatten damit sich alle Beteiligten das System mal ansehen können. Nach Absprache sind auch Besichtigungen hier in Mainz möglich.


Viel Erfolg!
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#14
Wir sind jetzt scheinbar mit unserem Projekt gleich in erster Instanz gescheitert. Also wenn man die Klassenlehrerin mal weg lässt, die dem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen ist.

Der angeschriebene Schuldirektor hat meine Mail, in der ich eine online-Konferenz zur Erläuterung unserer Gedanken erbat, gleich schon mit den Worten abgetan: "Wir hatten schon mehrere Anfragen dieser Art, die abgelehnt wurden, ich leite sie an unseren Verantwortlichen für die Sicherheit weiter".

Seine Rückmeldung kam dann heute: "Wir halten uns streng an die Protokolle, hier wird alles durchgelüftet, und wenn's nicht geht, wird der Raum nicht mehr benutzt. Außerdem wollen wir bei der Wahl der Mittel unabhängig sein und die Bereitstellung von Material für die Schule durch die Eltern vermeiden. Wir danken ihnen für ihr offenkundiges Interesse an der Sicherheit der Kinder an unserer Schule".

Peng-puff-aus. So schnell geht das hier. Auf die Anlage wurde gar nicht eingegangen, es kann sogar gut sein, daß sie gar nicht genau wussten, wovon wir sprechen wollten. Denke die erwünschte Anhörung kann ich dann auch knicken. Im alten Rom wären wir mit einem ähnlichen Anliegen wohl weiter vorgedrungen... Sad 

Schade nur für die Kinder und die Lehrerin, die das nun aussitzen müssen.
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#15
Hallo,

wie aufgeschlossen sind den die anderen Eltern? Bei uns lief das über die SEBs (Schul-Eltern-Beirat). Denn eigentlich haben die Eltern ein Mitsprache-Recht und gegen einen Testlauf in einem Klassenzimmer spricht nicht viel. Versicherung ist laut den Rückmeldungen auch kein Problem, da so eine Aktion ähnlich einzustufen ist wie andere Elternbeteiligungen an schulischen Aktivitäten.
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#16
Hallo,

also die Eltern waren einstimmig sehr von dem Projekt überzeugt, wie auch die Elternvertreter und die Klassenlehrerin. Irgendetwas wird da vielleicht noch von den Elternvertretern bei den Schulträgern versucht, und Freitagabend haben wir auch noch eine Eltern-online-Konferenz, bei der das Thema vorgesehen ist.

Allerdings entspricht das Geschehene auch so ziemlich unseren Erfahrungen, es ist schwierig, über das Wort des Direktors hinaus zu kommen. Das ist vielleicht auch ein allgemeiner Unterschied zu Euch in Deutschland. Das gilt hier für eigentlich alles, was Verantwortliche sagen, technisch-wissenschaftliche Argumente zählen oft nicht viel. Das fängt beim TÜV an und hört nicht zuletzt an den Schulen auf.

Aber ich werde Dein Argument mal am Freitag anbringen, denn eigentlich müsste das ja an jeder Schule gelten.
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#17
Hallo zusammen,

auch aus meiner Gemeinde im südlichen Niedersachsen kann ich leider keine positiven Nachrichten vermelden. Sowohl Schulleiter als auch Bauamt der Gemeinde haben die Initiative abgelehnt.

Die Argument lauteten im Wortlaut:
 - keine Genehmigung durch die Versicherung, da die bauliche Veränderung genehmigungspflichtig ist und der Brandschutz eingehalten werden muss
 - Selbstbaulösungen durch die Eltern sind langfristig gefährlich (mein Kommentar: ich denke hier ist hauptsächlich die mangelnde Haftung ein Problem)
- die Anlage könnte eine falsche Sicherheit suggerieren, so dass andere Maßnahmen (Abstand, Maske) nicht mehr eingehalten werden
 - die vom Umweltbundesamt ausgegebenen Richtlinien zum Stoßlüften sind maßgeblich, daran halten wir uns
 - seitens der Regierung gibt es hierzu keine Grundlage
 - insgesamt sprechen die Rahmenbedingungen gegen diese Lösung


-> ich hoffe sehr, dass sich von höherer Stelle etwas tut, damit die Bedenken ausgeräumt werden können.
Der aktuelle Zustand des in der Zugluft Sitzens halte ich für Kinder und Lehrer nicht erträglich und sehe es als eine direkte Gesundheitsgefährdung.

Hat jemand einen Idee, welchen Weg man jetzt noch gehen kann, um ein Umdenken anzustoßen?

Viele Grüße
Enrico
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#18
Guten Tag,
da es sich zeigt, dass sich immer wieder Schulträger mit Verweis auf übergeordnete Stellen quer stellen, habe ich mir erlaubt, das Bundeskanzleramt (poststelle@bk.bund.de) auf diese Situation (und natürlich dieses grossartige Projekt) aufmerksam zu machen.

Vielleicht möchten noch weitere Gleichgesinnte dahin schreiben? Sagt am besten hier, wenn Ihr diese oder weitere Entscheidungsträger anschreibt.

Hier mein Schreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die derzeitige Situation in unseren Klassenräumen ist weit weg vom Optimum. Es soll alle 20 Minuten gelüftet werden. Als Erschwernis kommen aber verschiedenste räumliche Bedingungen dazu und auch verschiedene Auslegungen und Ansichten der Lehrer. Ich weiß aus unserer Grundschule aus eigener Beobachtung und von Berichten von Lehrern, dass bei einigen entweder die ganze Zeit Fenster offenstehen und zwischendurch nochzusätzlich mehr aufgemacht wird, während andere einfach durchgängig Fenster auf Kipp offenhalten - sonst käme man nicht zum Arbeiten, weil "dann immer einer 'ne Jacke holt, ein anderer auf's Klo geht und dem nächsten die Zettel wegfliegen".

Vor ca. fünf Wochen wurde erstmals über eine einfache Idee berichtet, Klassenräume mit einer Abluftanlage auszustatten. --> https://www.deutschlandfunk.de/virenbeka..._id=486937

Vor drei Wochen wurde eine ausführliche Dokumentation dieser Anlage vom Max-Planck-Institut für Chemie veröffentlicht. Sicher haben Sie davon gelesen - falls nicht: diese Anlage kann von handwerklich begabte Laien für ca. 200 Euro Materialkosten pro Raum an einem Wochenende installiert werden.
--> https://www.mpic.de/4782901/doku_lueftun...112020.pdf

Diese Anlage leitet kontinuierlich die über Schülern aufsteigende, eventuell Virenbelastete Luft/ Aerosole durch ein gekipptes Fenster nach Aussen, während durch ein zweites gekipptes Fenster frische Luft nachströmt. Es werden bis zu 90 % der Aerosole direkt und kontinuierlich abgeleitet - es genügt dann, in den Pausen zu Lüften.
Die Anlage ist gebaut und getestet - die Entfernung von belasteten Aerosolen ist dem alleinigen Stosslüften deutlich überlegen.

Das bedeutet eine wesentliche normalisierung des Unterrichts, weil es nicht mehr so kalt ist und es weniger Unterbrechungen gibt.

Es gibt inzwischen einen regen Austausch zwischen denjenigen, die silch eine Anlage an den Schulen ihrer Kinder realisieren möchten - zwar werden in Köln jetzt 300 Räume damit ausgestattet, aber anderenorts stossen sehr viele engagierte Eltern auf eine Wand der Ablehnung.
--> https://luft.klimino.de/forum/index.php

Das häufigste Argument ist, dass das Kultusministerium das Stosslüften als einzig zielführende Methode vorgeschrieben hat - dahinter verstecken sich Schulträger sehr gerne, um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

In vielen Fällen sind Eltern bereit, sowohl die Kosten, als auch die Bautätigkeit zu übernehmen. Ich selbst bin Maschinenbauingenieur und würde die Planung und Ausführung mit anderen Eltern an unserer örtlichen Grundschule übernehmen.

Es gibt auch einige kritischen Stimmen zu dieser Idee - häufig mit der Begründung, dass man lieber eine festinstallierte kommerzielle Lüftungsanlage kaufen soll. Natürlich ist das aus Sicht der Klimaanlagen- und Lüftungsverbände verständlich, hilft aber akut keiner Schule, da das weder finanziell noch vom Arbeitsaufwand kurzfristig möglich ist.

Die bundesweite Realisierung von Behelfsabluftanlagen nach Muster des MPIC wird nur möglich sein, wenn Sie hier auf die Kultusministerien, das Umweltbundesamt und die Schulträger einwirken - ansonsten bleibt es eine vergebene Chance.

Ich möchte Sie bitten, sich dieses Themas anzunehmen und die Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Helfer zu schaffen.
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#19
Hallo zusammen,

es wurd ja schon mehrfach erwähnt, dass sich die "Verweigerer" dieser Lösung am liebsten hinter der Aussage verstecken, dass ja das regelmäßige Lüften ausreicht.

Wir haben hier in Erfurt die Erfahrung gemacht, dass die vorgegebenen Intervalle von 20 Minuten eben NICHT überall eingehalten werden. Selbst innerhalb einer
Schule gibt es Lehrer, bei denen klappt das problemlos, andere halten es nicht für notwendig sich an die Anweisungen zu halten. Da hier leider auch eine konsequente
Kontrolle fehlt, kocht jede Schule / Klasse ihr eigenes Süppchen ....

Unser Schülerparlament hat in den vergangenen Wochen unter den Schülern eine Umfrage zu der Umsetzung der Hygienekonzepte an den Schulen
durchgeführt und bestätigt unsere Erfahrungen. Dass eben nicht alles (und damit auch nicht das Lüften umgesetzt wird) nur weil es im Hygienekonzept steht.

Vielleicht ist genau das der richtige Ansatz. Die Aussage "regelmäßiges Lüften reicht aus" wird schon dadurch ad absurdum
geführt, weil eben nicht überall gelüftet wird --> Die Leidtragenden im Falle von Infektionen ist dann die ganze Klasse / Schule.

Vielleicht hilft es, wenn man der Schulleitung und dem Schulträger nachweisen kann, dass die Intervalle eben nicht eingehalten werden.
Eine Umfrage über die Elternvertreter in den Klassen und parallel der Schülersprecher unter den Schülern kann hier schnell zu verwertbaren
Ergebnissen führen. Und dann würde ich den Schulträger mit den Ergebnissen konfrontieren und ihn bitten, zu begründen, warum man
unter den gegebenen Umständen diese bezahlbare Lösung ablehnt. Ein aktiver Kommunalpolitiker der dieser Lösung wohl gesonnen ist,
kann hier auch noch unterstützen Wink
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#20
Unser Schulträger hat mir gestern folgenden Grund für eine Absage mitgeteilt:

Er hat den Entwurf der Förderrichtlinie des Landes für sächliche Aufwendungen zum Infektionsschutz in Schulen erhalten.
Bedauerlicherweise lehne das Land es ab, die Materialkosten für die DIY-Entlüftungsanlage als förderfähig anzuerkennen.
Es bestünden an der Sicherheit und der Funktionalität dort scheinbar erhebliche Bedenken.

Öhm, warum machen eigentlich gerade in vielen Bundesländern die Schulen dicht...??? Müsste man da vielleicht mal irgendwas machen... aaaaaaahhhhhhhhh
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